20.07.2017 | 16:44


Wellensonett

Kommen und Gehen mir sehr vertraut
seit ich als Kind das Meer geschaut
Ein tiefres Bild wird es nicht geben
für Ankunft und Abschied in unserem Leben

Ein Wachsen und stets erneut ein Verrauschen
die Höhe ständig mit der Tiefe tauschen
Die Welle spricht noch das Begrüßungswort
und rollt im gleichen Augenblick schon fort

Im Kuss der Welle liegt der Schmerz
Ihr ew´ger Takt schlägt auf den Strand
In klaren Nächten zwinkern himmelwärts

die Sterne – trösten bald den Sand
Ich komme wieder schon im März
und lass mir küssen Fuß und Hand

Heidi Bergmann

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XIX«

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